Schamanismus, Naturspiritualität & Hexenkraft
Der Mensch, so oft er sich auch rühmen mag das Licht der Vernunft in reiner Klarheit zu tragen, wandelt doch niemals allein auf den festen Pfaden des Sichtbaren. Neben ihm, unter ihm, ja durch ihn hindurch wirkt stets ein Reich des Unscheinbaren. Ein Gewebe aus Ahnung, Symbol und lebendigem Zusammenhang, das weder gänzlich erlernt noch völlig verlernt werden kann. Diesem Reich gilt der Blick des Schamanismus.
Aileen Flos Silvestris
Das lebendige Band zwischen Mensch und Welt
Wir sind seit Anbeginn in ein lebendiges Verhältnis zur Welt gestellt. Lange bevor Begriffe, Systeme und Trennungen entstanden, bewegten wir uns in einem Gefüge aus sichtbaren und unsichtbaren Kräften.
In vorindustriellen Gesellschaften war spirituelles Handeln kein Sonderbereich. Es war Teil des häuslichen Lebens, eingebunden in Arbeit, Pflege, Heilung und Gemeinschaft. Der Mensch verstand sich als wirksames Glied eines beseelten Naturganzen. Pflanzen galten als Träger von Eigenschaften, Orte als Speicher von Erinnerung, Zeiten als qualitativ verschieden. Wissen wurde nicht abstrakt gesammelt, sondern im Tun bewahrt und weitergegeben.
Der Mensch lebt nicht außerhalb der Natur, sondern in ihrem inneren Gefüge. Dieses Verhältnis war nie ausschließlich eine Frage vergangener Zeiten, sondern ein fortdauernder Erfahrungsraum.
Alltagsschamanismus als gelebte Praxis
Alltagsschamanismus zeigt sich im tätigen Leben. Er entfaltet sich im Umgang mit Kräutern, im Lesen von Zeichen, im bewussten Setzen von Handlungen. Dieses Wissen ist praktisch, erfahrungsbasiert und ortsgebunden. Es lebt in Haushalten, Gärten, Werkstätten und Gemeinschaften fort.
Menschen, die dieses Wissen tragen, kennen die Zeichen des Wetters, die Kräfte der Kräuter, die Wirksamkeit von Worten und Gesten. In Ritualen, Segnungen, Orakeln und Formen der Trance öffnen sie Räume, in denen Heilung, Orientierung und Ausgleich möglich sind.
Besonders im europäischen Kontext verband sich dieser Alltagsschamanismus eng mit dem, was später als Hexenkraft bezeichnet wurde. Hexenkraft meint hier eine Form angewandter Naturkenntnis. Sie umfasste Heilkunst, Fruchtbarkeitsriten, Wettermagie, Schutzzauber und die Pflege der Verbindung zu Ahnen und Landschaft. Das Wissen der Hexe war zyklisch, erdgebunden und relational. Es ruhte auf der Annahme, dass jede Handlung Wirkung entfaltet und jedes Wesen in Beziehung steht.
“Der Mensch erkennt die Welt nicht allein durch Denken, sondern durch neugieriges Erfahren; was er achtsam berührt, beginnt zu sprechen.”
Aileen Flos Silvestris
Naturspiritualität und die Sprache der Landschaft
Naturspiritualität gründet auf der Erfahrung einer beseelten Umwelt. Landschaften besitzen Charakter, Zeiten tragen Qualität, Orte bewahren Erinnerung. Diese Wahrnehmung ist konkret erfahrbar. Sie äußert sich in der Wahl von Ritualorten, in der Ausrichtung nach Mond- und Jahreszyklen, im achtsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Natur wird hier als dialogischer Raum erlebt, in dem der Mensch hörend und antwortend zugleich ist.
Die Natur erscheint nicht als Objekt, sondern als Mitwirkende. Wälder, Quellen, Tiere und Gestirne werden als Ausdruck wirkender Kräfte verstanden.
Naturspiritualität bildet das tragende Fundament dieser Praxis. Jahreskreisfeste strukturieren das Leben, Übergänge werden rituell begleitet, Schwellen bewusst begangen. Traum und Wachsein gelten als miteinander verbunden, Krankheit als Hinweis auf gestörte Ordnungen, Heilung als Wiederherstellung von Stimmigkeit.
Natur erscheint als lebendiger Organismus, durchdrungen von Geist.
Hexenkraft
als angewandtes Wissen
Hexenkraft bezeichnet eine Form wirksamer Kenntnis. Sie verbindet Pflanzenkunde, Körperwissen, seelische Wahrnehmung und Rituale. Dieses Wissen ist handlungsorientiert und verantwortungsvoll. Es zielt auf Schutz, Heilung, Ausgleich und Stärkung.
Hexenkraft zeigt sich heute in moderner Pflanzenheilkunde, energetischer Arbeit, Ritualgestaltung und bewusster Lebensführung. Sie ist die Fähigkeit, Kräfte zu bündeln und Energien zu lenken.
Heute lassen sich Hexentum und Alltagsschamanismus als ein kulturelles Gedächtnis verstehen, das erneut zugänglich wird. In der bewussten Hinwendung zur Natur, im Wiederentdecken alter Pflanzenkunde, im achtsamen Begehen von Festzeiten und Lebensübergängen lebt dieses Wissen fort.
Der Alltag wird so zum Ort spiritueller Praxis. Jede Handlung trägt Bedeutung, jede Entscheidung wirkt über den Moment hinaus. Der Mensch erkennt sich als Teil eines größeren Zusammenhangs, der ihn formt und von ihm geformt wird. In dieser Haltung liegt eine vertiefte Teilnahme an der Welt und Verantwortung für das eigene Wirken.
Dieses Wissen wurde nie vollständig unterbrochen, auch wenn dies in den letzten Jahrhunderten systematisch und auf grauenvolle Weise versucht wurde. Es hat sich angepasst, verborgen, verwandelt. In Familienüberlieferungen, Volksbräuchen, spirituellen Strömungen, Märchen und individuellen Praktiken wurde es von Mund zu Mund und Herz zu Herz weitergetragen. Auch dort, wo Begriffe wechselten oder christianisiert wurden, blieben die Erfahrungen bestehen.
Die heutige Wiederbenennung dieses Wissens und das Erinnern an die Ur-Weisheit in uns ist meine Mission mit Wildorra.
Wildorra
Wildorra verbindet Alltagsschamanismus, Naturspiritualität und Hexenkraft mit zeitgemäßem Bewusstsein; eine Weise des Seins, die einer Haltung entspringt, in der Wahrnehmung, Handlung und Sinn untrennbar verbunden sind.
Im Zentrum steht die Erinnerung an die ureigene, innewohnende Weisheit und die damit verbundene Selbstkenntnis und wiedergewonnene Würde. Mein Wirken richtet sich auf die Selbstermächtigung der Menschen und auf das Zurückfinden in eine innere Heimat, anstatt (wie in vielen Coaching Programmen) auf Beherrschung und Abhängigkeit. Gereiftes Wissen zeigt sich hier als gelebte Erfahrung, das gewachsen ist und weiter ständig weiter wächst.
Wildorra offenbart sich als ein Wissen des Erinnerns, ist geerdet, wirksam und offen für Entwicklung.
“Die Magie ruht im Gewöhnlichen und zeigt sich dem, der bereit ist zu schauen. Das Wunder liegt im gelebten Augenblick, im einfachen Tun, im stillen Einvernehmen mit der Welt.”
— Aileen Flos Silvestris
Lass uns gemeinsam Magisches kreieren!
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Rituale
Rituale sind bewusste Handlungen, die uns helfen, Übergänge zu begreifen, das Unsichtbare sichtbar zu machen und unserer Seele Halt im Wandel zu geben
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Intuitives Tarot
Ich verbinde die symbolische Weisheit der Karten mit systemischer Aufstellungsarbeit und schamanischem Wissen, um tief in dein Unbewusstes einzutauchen.
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Kräuterwissen & Räuchermagie
Heilpflanzen sind uralte Verbündete. Ich öffne dir das Tor zu einem lebendigen, intuitiven Umgang mit den grünen Wesen – jenseits von Bestimmung-Apps und Tabellenwissen.
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Der indigene Jahreskreis
Die acht Feste des Jahres laden dich ein, im Rhythmus der Natur zu leben, innezuhalten, loszulassen und neu zu werden – im Kreis, im Ritual, in Verbundenheit.
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Frauenkreise
In meinen Frauenkreisen verbinden wir uns mit dem alten Wissen, den Zyklen der Natur und der Magie weiblicher Verbundenheit.
Ein Kreis.
Ein Feuer.
Ein tiefes Erinnern. -
Märchen & Mythen
Kennst du die wahre Bedeutung von Frau Holle? Heimische Mythen und Märchen sind verschlüsselte Botschaften unserer Ahnen, die uraltes Wissen über Natur, Gemeinsschaft und unserer indigenen Wurzeln bewahren.